Der Trend ist ungebrochen, fast jedes Kind besitzt mittlerweile ein Smartphone mit ständigem Zugang zum Internet. Chatgruppen und die einschlägigen Messenger Dienste werden intensiv genutzt und sind kaum mehr aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen wegzudenken. Polizeihauptmeisterin Angelika Schmiedeknecht von der Polizeiinspektion Freilassing und Frau Schinko von der Schulsozialarbeit klärten unsere Sechstklässler jetzt über die Gefahren auf.

Cybermobbing, Pornografie, Gewaltvideos: Täglich sind Kinder und Jugendliche diesen Gefahren auf ihrem Handy ausgesetzt. Das Bayerische Landeskriminalamt hat nun eine Präventionskampagne für Schüler, Eltern und Lehrer entwickelt.
Die neue Kampagne soll für die vielfältigen Gefahren im Umgang mit Smartphones sensibilisieren, gerade was Pornografie, Gewaltvideos oder volksverhetzende Beiträge anbelangt. Sie trägt den Titel "Dein Smartphone - deine Entscheidung".
Denn vielen Kindern und Jugendlichen ist gar nicht bewusst, wie schnell man sich strafbar machen kann oder selbst zum Opfer wird, beispielsweise durch Erpressung mit zuvor versandten einschlägigen Fotos. Gemeinsam mit Polizeiexperten sollen Schüler im Unterricht über Risiken aufgeklärt werden und einen verantwortungsbewussten Umgang mit der digitalen Welt erlernen.
Darüber hinaus bietet die Kampagne Informationen für Eltern in Form von Elternbriefen und Elternabenden mit Experten an. Bayerns Digitalministerin Gerlach betont, wie wichtig es sei, dass Eltern mit ihren Kindern über die Problematik sprechen und Interesse zeigen, was ihre Kinder mit dem Smartphone und im Internet machen.
Dem bayerischen Innenministerium zufolge hatte die Polizei im vergangenen Jahr mehr als 4000 Straftaten wegen Verbreitung von Pornografie zu verzeichnen. Das entspricht einem Plus von rund 57 Prozent im Vergleich zu 2019. Tatmedium ist in diesem Zusammenhang häufig das Smartphone, Verbreitungskanäle nicht selten Schüler-Chats.
Pornografische oder gewaltverherrlichende Videos könnten sich auch hinter harmlos wirkenden Vorschaubildern wie spielenden Hundewelpen verstecken, so Schmiedeknecht.

Johannes Vesper

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