Herr Päckert gehört schon seit vielen Jahren zum Kollegium unserer Schule. Im Moment rückt er für wieder in den pädagogischen Fokus. Die Abschlussprüfungen in Mathematik stehen vor der Tür. Eine Disziplin, in der sich der Sportlehrer in der Vergangenheit stets mit überdurchschnittlichen Ergebnissen platzierte. Jetzt darf man gespannt sein, wie er seine Schüler unter Coronabedingungen auf die Mathe-Abschlüsse vorbereiten konnte.

Herr Päckert gehört zu den Lehrern, die immer eine gehörige Portion spontanen Humors im Gepäck haben und besondere Akzeptanz bei den Kindern und Jugendlichen genießen. Nicht umsonst wurde er schon zwölfmal zum Verbindungslehrer gewählt. Doch sein freundlich kumpelhaftes Wesen kann schnell ins Gegenteil umschlagen. Dann gilt für ihn der Grundsatz: „hart aber fair“. „Zuckerbrot und Peitsche“ ist der Ausdruck, den man im Trainerjargon verwendet.
„Ich bin jemand, der über seine Persönlichkeit kommt“, sagt der aus Straubing stammende Lehrer, der seine Fächer Mathematik und Sport in Regensburg studierte. „Ich habe zwar einen guten Draht zu den Schülern, aber sie wissen auch, was ich erwarte.“ Und da liegt die Messlatte zuweilen ziemlich hoch. Von den kuriosesten Strafen wissen Schüler zuweilen zu berichten, wenn sie an ihre Begegnungen mit Herrn Päckert denken. Da geht es zuweilen streng und konsequent zu, von Humor keine Spur. „Ich kann ein ekliger Mensch sein,“ kommt der Sportler zu einer gestrengen Selbstbewertung.
Obwohl diesebzüglich in diesem Schuljahr nur wenig passieren konnte. Homeschooling, Hybridunterricht, Sportunterricht auf Distanz. Da habe sich der Pädagoge erst einmal selbst fit machen müssen. Dank der guten Unterstützung seitens der Schule habe er sich am Ende gut zurechtgefunden. Mittlerweile könne man auch wieder Noten im Fach Sport geben. Am meisten vermisst habe man in diesem Schuljahr die sportlichen Veranstaltungen früherer Jahre, wie die Sportspielturniere und die Schulmannschaften.
Im Moment, da das Thema Fördermaßnahmen zur Schließung vermeintlicher Wissenslücken durch die Kollegien geistert, zeigt sich unser Fachschaftsleiter Sport zuversichtlich. Schon Ende Januar habe er damit begonnen, seine Abschlussklasse mit den Prüfungen vergangener Jahre zu bombardieren. „Wenn ich mich damit beschäftige, schließe ich gleichzeitig die Wissenslücken vergangener Schuljahre.“ Die alten Abschlussprüfungen immer wieder rechnen, dabei gleichzeitig die eigenen Defizite aufspüren, das sei sein Erfolgsrezept. „So schleifen sich die mathematischen Grundzüge am besten ein.“ Eine Vier in der Abschlussprüfung sei bei ihm bisher nur ganz ganz selten vorgekommen. Eigentlich ist es wie im Sport: Bewegungsabläufe werden wieder und wieder eingeübt, so dass man sie zum Schluss wie im Schlaf beherrscht. Eine Methode, die den Sport und die Mathematik eng verbindet.

Johannes Vesper

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